Weihnachtsmotiv 2025: »Poesie ist Dynamit für alle Ordnungen dieser Welt.«
Dieses Zitat von Heinrich Böll entstammt seiner Rede »Die Freiheit der Kunst« zur Eröffnung des Schauspielhauses in Wuppertal am 24. September 1966. Die programmatische Rede rief die empörten Proteste der anwesenden Ehrengäste hervor, die einen ganz anderen Festbeitrag erwartet hatten. »Kunst«, so Böll, »ist Freiheit; es kann ihr einer die Freiheit nehmen, sich zu zeigen – Freiheit geben, kann ihr keiner; kein Staat, keine Stadt, keine Gesellschaft kann sich etwas darauf einbilden, ihr das zu geben oder gegeben zu haben, was sie von Natur aus ist: frei.«
Dass diese Worte knapp 60 Jahre später an Aktualität nicht verloren haben, davon ist René Böll, Künstler und Sohn von Heinrich Böll, überzeugt: «Die Rede hat gerade heute angesichts der auch bei uns drohenden Rückschritte, beispielsweise weniger Geld für die Freie Szene und des wachsenden Einflusses der AfD, großes Gewicht.«
René Böll fertigte exklusiv für unseren Initiativenpreis »Der Heinrich« 10 Kunstwerke an. Das hier abgebildete Werk wird dem 19. Heinrich-Preisträger, den Wassersportfreunden Neptun e.V. Köln-Mülheim, verliehen.
Original: Chinesische Tusche auf Xuan-Papier, 70 x 50 cm, 2024 |